Junge Briefmarken-Detektive ausgebildet

Beim Sommerferienprogramm der jungen Briefmarkenfreunde Riedlingen drehte sich alles rund um die Briefmarke. Wie Sherlock Holmes und Doktor Watson fühlten die angehenden Briefmarken-Detektive der Briefmarke mit Lupe, Zähnungsschlüssel, Leuchtlampe und Wasserzeichenprüfer auf den Zahn.

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Gerhart Aue (links) erklärt Benjamin, Anne, Lasse (verdeckt) und Clara die Zähnungsunterschiede von Briefmarken.

Die Hauptaufgabe des Programms bestand im Erstellen einer kleinen Briefmarkenausstellung. Dazu musste zunächst ein Ausstellungsthema festgelegt, passende Briefmarken ausgesucht, abgelöst und gepresst werden. Anschließend wurden die trockenen Marken in einer Sicherheitsfolie untergebracht und auf einem Ausstellungsblatt angeordnet. Nun folgte der kreative Teil, bei dem das Blatt beschriftet und bemalt werden konnte. Dabei entstanden sowohl lehrreiche Kleinausstellungen als auch kreative Kunstwerke zu den Themen Tieren, Pflanzen, Musik, Flugzeugen oder Bauwerke.

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Juanita Aue, Anne, Michael, Lisa, Lasse und Gerhart Aue auf der Suche nach schönen Briefmarkenmotiven.

IMG_4718   IMG_4719Linkes Bild: In der Kreativwerkstatt erstellen (von links) Anna, Michael  und Clara kleine Ausstellungen. Christian Helfert schneidet die Schutzhüllen für die Briefmarken zurecht.
Rechtes Bild: Die Ergebnisse werden für Geschwister und Eltern ausgehängt.

Zur Abwechslung durfte zwischendurch auch gerannt werden. Das Wetter hatte ein Einsehen und plante regelmäßige Regenpausen ein. Beim Staffellauf mit Pinzette und Briefmarke sollten die Marke unbeschadet transportiert und dem nächsten Läufer übergeben werden. Dabei erhöhte sich die Schwierigkeitsstufe durch immer kleiner werdende Marken. Zuletzt galt es die kleinste deutsche Briefmarke, das sogenannte „Berliner Notopfer“, mit der Größe von 1 x 2 cm² zu befördern.

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Staffellauf mit Pinzette und Briefmarke, im Vordergrund Michael mit Pinzette und Marke, im Hintergrund von links nach rechts: Johannes, Lasse, Lisa, Benjamin, Anna und Felix.

Dank einer großzügigen Spende frankaturgültiger Briefmarken wurden in diesem Jahr auch Briefe geschrieben, Umschläge beschriftet, frankiert und anschließend in den Briefkasten geworfen. Den traditionellen Schlusspunkt setzt eine Briefmarkenauktion, bei der die Kinder die Atmosphäre einer echten Auktion miterleben durften. Mit Spielgeld konnten sie sich echte Briefmarken ersteigern und mit nach Hause nehmen.

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Michael, Felix, Juanita Aue mit Lasse und Lisa schreiben konzentriert ihre Briefe.

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Echtes Auktionsgefühl: Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten, verkauft!

Das  Ferienprogramm der Jungen Briefmarkenfreunde Riedlingen fand bereits zum 10. Mal statt. Ein Programm, das ohne ehrenamtlichen Helfer und zahlreiche Briefmarkenspenden nicht möglich wäre.